Abschied von einem besonderen Ort

Schließung Evangelische Tagungsstätte Stuttgart-Birkach

Zum 31. Dezember 2025 endet ein Kapitel, das viele Menschen mit Begegnungen, Inspiration und Gemeinschaft verbinden. Mit großem Bedauern verabschieden wir uns von einer Tagungsstätte, die über viele Jahrzehnte hinweg ein offenes Haus für Austausch und Miteinander war. Auf dieser Seite halten wir die zentralen Ereignisse und Eindrücke aus dieser Zeit fest.

Ein Haus voller Geschichte

1977

Architekt Professor Günther Behnisch entwirft das Gebäude nach der Idee eines geschlossenen Campus, der sich zum Innenhof öffnet. Seine äußere Gestaltung spiegelt die Aufgaben des Studienzentrums wider und vereint die Prinzipien von Öffnung und Sammlung sowie Durchlässigkeit und Transparenz.

Drohnenaufnahme / Luftbild von Stgt Birkach

1979

Einweihung des Gebäudes als Studien- und Ausbildungszentrum der Ev. Landeskirche in Württemberg mit den Schwerpunkten Ausbildung von Vikaren und Pfarrern im Pfarrseminar, Aus- und Fortbildungen für Religionspädagoginnen und Religionspädagogen im Pädagogisch-Theologischem Zentrum, Tagungs- und Übernachtungsbetrieb sowie Fachbibliothek. Mit integriert ist das Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Birkach. Erst die Unterstützung der Kirchengemeinde ermöglicht den Bau des Studienzentrums.

1996

Weitere inhaltlich arbeitende Einrichtungen werden im Haus aufgenommen.
Die Idee dahinter: Synergieeffekte durch die Möglichkeit der Vernetzung der Einrichtungen und Dienststellen.

2005

Beschluss der Landessynode der Ev. Landeskirche, das Haus zu verkaufen.

2008

Bürgerinitiative und Proteste aus der Birkacher Bevölkerung für den Erhalt des Hauses. Neuer Beschluss der Landessynode der Ev. Landeskirche, das Haus zu erhalten.

2009

Im Rahmen einer Bildungskonzeption werden weitere Bildungseinrichtungen in das Haus integriert und dafür 30 Gästezimmer in Büros umgebaut. Ziel ist die intensive Zusammenarbeit der Bildungseinrichtungen aus dem früheren Gemeindedienst in einem Gebäude. Umbenennung in Evangelisches Bildungszentrum.

2011

Nach dem Tod des Architekten Behnisch wird das Gebäude architektonisch neu bewertet und schließlich unter Denkmalschutz gestellt.

2012–2013

Neue Brandschutzauflagen erfordern eine umfassende technische Sanierung des Gebäudes mit einer Investitionssumme von rund 14 Mio €.

2019

Gründung der Evangelischen Tagungsstätten in Württemberg, welche die Ev. Tagungsstätten Stuttgart-Birkach, Bad Boll, Stift Urach und Bernhäuser Forst mit ihren eigenen Profilen zusammenfasst.

2024

Beschluss der Landessynode, den Standort Stuttgart-Birkach zu schließen und die landeskirchlichen Bildungseinrichtungen in das neue Gebäude des Oberkirchenrates zu verlegen.

2025

Schließung des Ev. Tagungsstätte Stuttgart-Birkach. Einstellung des Tagungsbetriebs zum Ende des Jahres.

Eine bewegende Geschichte, die hier nun endet. Über viele Jahre hinweg war das Haus Birkach ein Ort, an dem Menschen zusammenkamen, voneinander lernten und gemeinsame Wege gingen. Dieses Miteinander wäre ohne das Engagement der Mitarbeitenden nicht möglich gewesen, ihnen gilt unser ausdrücklicher Dank für ihre Verlässlichkeit, ihre Haltung und ihren täglichen Einsatz. Ebenso danken wir den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern, die das Haus mit Leben gefüllt und ihm immer wieder neue Impulse gegeben haben. Generationen von Vikaren und Vikarinnen haben ihre Ausbildung im Haus durchlaufen und denken an die gemeinsame Zeit zurück. Viele von ihnen kamen über Jahrzehnte hinweg regelmäßig zurück und trugen damit zu einer besonderen Atmosphäre der Verbundenheit bei. Unser Dank richtet sich auch an alle Partner, Wegbegleiter und Unterstützer, die das Haus Birkach in ihrer Arbeit begleitet und gestärkt haben. Gemeinsam haben sie dazu beigetragen, dass dieser Ort für viele Menschen mehr war als nur eine Bildungs- und Tagungsstätte. Auch wenn die Türen in Birkach nun für immer schließen, bleibt die Wertschätzung für all jene bestehen, die diesen Ort geprägt haben. Ihre Beiträge, Erinnerungen und Geschichten bilden den nachhaltigen Kern dessen, was diesen Ort ausgemacht hat.

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